Die Urheimat erwandern

Bereits zum neunten Mal lud das Evangelische Bildungswerk OÖ Anfang Juli zum Erwandern der Urheimat ein. Dieses Mal kamen die Familien der vertriebenen Evangelischen nach Hallstatt, um die Heimat ihrer Vorfahren kennenzulernen bzw. um sich wieder mit „alten Bekannten“ zu treffen. Trotz gefühlten frostigen Temperaturen und beinahe eisigem Wind auf 2100 Metern Höhe gelang es den Veranstaltern, die geplanten Inhalte zu vermitteln. Gemeinsames Singen mit mehr als 60 Teilnehmern und Duettgesang bei einer Auswahl an feinsten Kuchen beendete den ersten Tag gefolgt von einer spektakulären Gondelfahrt und Andacht in der Heilbronner Kapelle am Krippenstein am Samstagvormittag. Die Wetterbedingungen am Vormittag ließen eine schwache Ahnung dessen zu, wie es den zehn Schülern ergangen ist, als sie am Karfreitag 1954 bei Schneesturm den Tod fanden. Die Temperaturen am Nachmittag ließen die geplanten Wanderungen – begleitet von zwei Bergführern – zu und man konnte sich an den alpinen Naturschönheiten und botanischen Raritäten erfreuen, die Kurator Hannes Pilz aus Hallstatt, einer der beiden Bergführer, eindrücklich erklärt hat. Am zweiten und letzten Abend spielte Bergführer Dietmar Köberl auf der Knopferlharmonika auf, was nur mehr von seinem Klavierspiel zu Beatles-Musik und der Stimme von Kurator Markus Seidel aus Schwanenstadt getoppt werden konnte. Der Tag des Herrn begann und endete mit einer Schifffahrt über den Hallstätter See mit unbeschreiblich schönen Landschaftsbildern, dazwischen feierte man Gottesdienst mit Hl. Abendmahl und hatte Zeit zum Schlendern in der stark frequentierten „Museumsstadt“ Hallstatt.

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