Das jüdische Linz in den 30er Jahren

Am 9. April 2020 war der 75. Todestag von Dietrich Bonhoeffer. Er sah einen Auftrag der Kirche darin, dass sie „den Opfern jeder Gesellschaftsordnung in unbedingter Weise verpflichtet“ sei, „auch wenn sie nicht der christlichen Gemeinde zugehören“.
Bonhoeffers Wort „Nur wer für die Juden schreit, darf gregorianisch singen“ gibt uns den Impuls, auf Frau Mag. Wagner und ihre Forschung zu hören.
Inhalt des Vortrages: Kulturelles Leben, Sozialisation, Religionsausübung, Wirtschaftliches Leben, Unternehmerfamilien, Arbeiterfamilien, Reichspogromnacht und Verfolgung, Vertreibung, Wiederaufbau der Linzer Synagoge und die Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg bis zur Gegenwart.
Büchertisch!

Podiumsdiskussion „Erhalt der Gesundheit – Luxusgut der Zukunft?“

Unter der Moderation von Univ. Prof. Dr. Dorothea Greiling, Vorständin des Institutes Management Accouting der JKU, diskutieren folgende Experten:

Dr. Erhard Prugger, Vorsitzender AUVA/UKH Linz und Leiter der Sozial- und Rechtspolitik in der Wirtschaftskammer OÖ. Ein Gesundheits- und Sozialsystem muss treffsicher und effizient sein. Hier haben wir in Österreich viel Luft nach oben. Im Gesundheitssystem hat sich eine Vollkaskomentalität breit gemacht, welche die Kosten nach oben treibt und zu Lasten der wirklich Kranken bzw. der nächsten Generation geht. Ein funktionierendes Gesundheitswesen ist ein unverzichtbarer Standort- und Wirtschaftsfaktor und sichert zudem Arbeitsplätze.

Primar Dr. Johannes Fellinger, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder: „Mir ist Inklusive Medizin – Medizin für Menschen mit Behinderung ein großes Anliegen!“

Das Institut für Sinnes- und Sprachneurologie unterstützt Menschen mit Problemen in den Bereichen Kommunikation, Sprache, Hören und Lernen. All diese Menschen haben gemeinsam, dass sie in ihrer persönlichen Entwicklung durch die beeinträchtigte Kommunikationsfähigkeit eingeschränkt sind. Unterstützt werden Betroffene und ihr Umfeld durch diagnostische, therapeutische, soziale und pädagogische Angebote.

Dr. Andreas Klein, Ethik Consulting Klein: „Wir erleben einen großen Zuwachs an innovativen und technologischen Entwicklungen. Neue diagnostische und therapeutische Möglichkeiten tun sich auf. Auch im Gesund heitswesen (Medizin, Ärzte, Pflege, Gesundheitsberufe, usw.) ergeben sich enorme Umstellungen. Künstliche Intelligenz am Krankenbett: Fluch oder Segen? Welche Chancen und Risiken sind zu erwarten? Wie gehen wir mit diesen Veränderungen um?“

„Zirkus Vorstellung Verstellung“

Ausstellung Berger DieckmannAusstellung von Lukas Berger und Felix Dieckmann

Beide Künstler variieren das Thema Vorstellung, die oft nur mittels Verstellung möglich ist.
Eröffnung der Ausstellung durch Mag. Reinhold Kräter, Direktor Abteilung Kultur Land OÖ.
Die Ausstellung ist bis 22. Dezember 2017 zu sehen. Öffnungszeiten: täglich 8.00 Uhr bis 20.00 Uhr

Lukas Berger
Der Linzer Lukas Berger, geb. 1989, hat von 2010 bis 2014 Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover studiert. Während seines Studiums beschäftigte er sich intensiv mit dem Thema Zirkus. 2014 veröffentlichte er das Buch „Circus“ mit Fotografien von jeweils einem Zirkus aus Äthiopien, Deutschland und Pakistan. Er hat unter anderem in der Galerie BOHAI Hannover, in der Villa Rosenthal in Jena, im Kunstverein Hannover und am Berlin Circus Festival ausgestellt. Artikel in verschiedenen Medien, z.B.: Terra Mater, Accent Magazine, TIME Lightbox, derStandard.

Im ESH zeigt er neue Arbeiten von Zirkussen aus China, Tschechien und Russland.
www.lukberger.com

Felix Dieckmann
Felix Dieckmann, geb. 1946, war tätig als Regieassistent und Opernregisseur. Inszenierung von mehr als 40 Opern. Kein Wunder, dass Themen der Musik und des Theaters vielfach Gegenstand seiner Werke sind.
Als eine wichtige Ausstellung bezeichnet er „Geschwister“ in der evangelischen Erlöserkirche in Jerusalem, in welcher er Gemeinsamkeiten von Judentum, Christentum und Islam aufzeigte. Aus Anlass „500 Jahre Reformation“ hat Dieckmann das Wort „zueinander“ als Holzschnitt so gestaltet, dass dabei eine Corpusgestalt entsteht.

Dieckmann zu seiner künstlerischen Biografie: „Mit meinen Bildern – meistens Holzschnitten – war ich unter anderem in Pregarten, in New York, Jerusalem, der Volksrepublik China, in Wels, in Rom, in Linz und kürzlich auch in Japan. Diese Kombinationen gefallen mir.“
Die Ausstellung präsentiert Dieckmanns jüngste Grafiken.
www.diekunstschaffenden.at/felixdieckmann